Counterspine — Öffentliche Takedown-Intelligence für Betroffene
Mehr als 137 Millionen öffentliche Datensätze zu Inhaltsentfernungen, überwacht aus einem einzigen Panel: sehen, wann Ihre Domain auftaucht, wer die Meldung geschickt hat, und die Antwort mit geordneten Belegen vorbereiten.
Ein Radar über dem öffentlichen Register der Entfernungen
Wenn eine Seite nach einer Urheberrechtsbeschwerde aus Google verschwindet, erfahren Betroffene das meist zu spät und im Blindflug: Die Meldungen verteilen sich über ein halbes Dutzend öffentlicher Datenbanken, die kaum jemand miteinander abzugleichen weiß. Counterspine führt sie zusammen. Es liest und normalisiert die Takedown-Datensätze aus sechs Quellen, verknüpft sie untereinander und baut Absenderprofile, damit die Empfängerin einer Meldung das vollständige Muster sieht und nicht nur einen Einzelfall.
Es ist das ambitionierteste Produkt meines eigenen Katalogs: ein Abo-SaaS mit freier Suche, Domain-Überwachung und einem Arbeitsbereich für Recherche und Antwort.
Was die Plattform kann
- Kostenloser Domain-Lookup ohne Konto: sofort prüfen, ob eine Domain im öffentlichen Takedown-Register auftaucht.
- Laufende Überwachung: Domains speichern und benachrichtigt werden, sobald ein neu eingelesener Datensatz sie erwähnt.
- Absender-Intelligence: Formulierung, Taktung, Volumen und Ziele derjenigen vergleichen, die Meldungen verschicken, samt Einreichungshistorie je Absender.
- Volle Nachvollziehbarkeit: Jedes Ergebnis verlinkt auf den öffentlichen Originaldatensatz, und Abdeckungslücken werden ausgewiesen statt verborgen.
- Antwortvorbereitung: Belege ordnen und assistierte Entwürfe für Gegendarstellungen erzeugen, die immer eine menschliche Prüfung erfordern — eingereicht wird nie automatisch.
- Sorgfältiger Datenschutz: Die Textkörper der Meldungen werden vor der öffentlichen Anzeige geprüft und geschwärzt.
Indexiertes Volumen und Quellen
Der Index umfasst 137.410.101 Datensätze und 1.113.390 Absenderprofile, aufgebaut aus sechs öffentlichen Quellen: der Lumen Database (mehr als 75 Millionen von Lumen im Juni 2026 gemeldete Hinweise), dem Transparenzbericht von Google (mehr als 17,9 Milliarden seit 2011 beantragte URLs), der DSA-Datenbank der EU, dem Agentenverzeichnis des US Copyright Office, den Verfahren des CCB und dem DMCA-Archiv von Wikimedia.
Jede Quelle publiziert in ihrem eigenen Takt — die DSA-Datenbank gibt täglich Erklärungen aus, und Wikimedia verbreitet geschwärzte Meldungen mit den exakt betroffenen URLs —, deshalb zeigt das Panel an, bis zu welchem Datum jede Quelle abgedeckt ist, statt eine lückenlose Abdeckung vorzutäuschen.
Die Technik des Produkts
Counterspine ist von oben bis unten Eigenentwicklung, gebaut als SaaS in Ruby on Rails — meiner Spezialität im Produktbau — mit einem Hotwire/Turbo- und Stimulus-Frontend für ein sofortiges Nutzungsgefühl ohne schwere Frameworks. Darunter arbeitet eine Datenbank, die auf neunstellige Datensatzmengen ausgelegt ist, sowie Ingest-Pipelines, die sechs Quellen mit unterschiedlichen Formaten und Zeitplänen abgleichen.
Die öffentlichen Seiten zu Absendern und Datensätzen wirken zusätzlich als Schicht für programmatisches SEO, die den Funnel des SaaS speist: vom Suchergebnis zum Lookup und vom Lookup zum Abo.
Was dieses SaaS über meine Arbeitsweise sagt
Counterspine entstand ohne Auftrag: Ich erkannte eine Lücke zwischen zersplitterten öffentlichen Datenbanken und schloss sie mit einem eigenen Produkt — inklusive Domain, Architektur, Datenimport und Go-to-Market. Niemand hat mir die Anforderungen vorgegeben; ich habe sie im Betrieb entdeckt.
Das Ergebnis zeigt mein Urteilsvermögen in heiklem Gelände: nachvollziehbare Quellen, ehrlich erklärte Grenzen und eine Automatisierung, die unterstützt, ohne die menschliche Entscheidung zu ersetzen.
Fragen zu Counterspine
Welche öffentlichen Quellen indexiert Counterspine?
Sechs: die Lumen Database, den Transparenzbericht von Google, die DSA-Datenbank der Europäischen Union, das Verzeichnis der benannten Agenten des US Copyright Office, die öffentlichen Verfahren des CCB und das DMCA-Archiv von Wikimedia. Jeder Datensatz behält den Link zu seiner Originalquelle.
Reicht Counterspine Gegendarstellungen für mich ein?
Nein. Es hilft dabei, Antwortentwürfe mit geordneten Belegen vorzubereiten, doch jeder Entwurf durchläuft eine menschliche Prüfung und wird nie automatisch eingereicht.
Braucht man ein Konto, um eine Domain zu prüfen?
Nein: Der Lookup ist kostenlos und ohne Registrierung. Die laufende Überwachung von Domains, die Absenderprofile und der Arbeitsbereich gehören zum Abonnement, das mit einer kostenlosen Testphase startet.
Für welche Profile ist es nützlich?
Für Medien und Verlage, deren Artikel nach einer Urheberrechtsbeschwerde aus der Suche verschwinden, für SEO-Agenturen, die die Domains ihrer Kunden im Blick behalten, und für Rechts- oder Rechercheteams, die vor einer Reaktion Kontext brauchen.